Teams oder die digitale Transformation im Schulzimmer 

Dass wir in einer digitalisierten Welt leben ist ein alter Hut. Weiss jeder – sogar Lehrpersonen.
Aber nun wollen alle, dass die Digitale Transformation im Schulzimmer Einzug hält. Und da wurde am BZZ die megamässig benannte Projektgruppe «ICT-EDU» gegründet, deren Mitglied ich bin.
Ich bin keine Verfechterin der «Jedem-Schüler-sein-iPad»-Politik und ich glaube schon gar nicht daran, dass 15 verschiedene Apps den Unterricht besser machen. Trotzdem bin ich dezidiert der Meinung, dass wir keine Angst haben müssen vor den Medien, vor den Apps und iPads und vor dem Wissensvorsprung, den unsere Lernenden in diesem Bereich mitbringen. Und ich gebe offen zu, es ist nicht schwer, mir gegenüber in diesem Bereich einen Wissensvorsprung zu haben. Meine persönliche Weiterbildung ist deshalb ebenfalls Teil des Prozesses. Also frisch ans Werk.

In der Projektgruppe ICT-EDU nutzen wir das Office365-App TEAMS um uns zu organisieren. Ich hatte noch keine Erfahrung mit dem Ding und klickte und schrieb einfach etwas drauflos. Spätestens als Michael ein neues Notizbuch einfügte und bat, Termine doch bitte an einem bestimmten Ort einzutragen, merkte ich, dass ich hilf- und orientierungslos in dem Tool herumwurstelte. Das nervte mich!

Ich bin ziemlich ungeduldig, wenn es um elektronische Hilfsmittel geht, da ich der Auffassung bin  «Entweder du vereinfachst meinen Alltag und tust was ich will, oder wir werden keine Freunde.» Ausserdem: ich benötige Druck von oben, um mich weiter etwas Neuem abzugeben.
Aber bevor ich ganz mit der App brach, wollte ich ihr eine Chance geben. Word erschliesst sich einem ja auch nicht einfach durch ein wenig Herumgeklicke. Da besucht man auch einen Kurs, lässt sich das Ganze zeigen, nutzt es und schon steht der lebenslangen Freundschaft nicht mehr viel im Weg.
Eigentlich hätte ich gerne eine laufende Schulung zum Thema Office365 und Apps besucht, die im Lehrberuf nützlich sein können, aber der spannende Block war bereits Geschichte und die Schulung schulintern durchzuführen zu teuer. Aber wozu hat man nette Kolleginnen? Anita zeigte sich gerne bereit, mir eine erste Einführung in die Welt von TEAMS zu geben. Und habe so ganz nebenbei noch die eine oder andere hilfreiche Zusatzinformation rund um Office365, Intranet, OneNote-Kursbuch und somit Anwendungen für den Unterricht erhalten.

Es wurde rasch klar, dass ich zuerst einmal die Architektur oder den Aufbau hinter dem Ganzen verstehen musste: Was ist Sharepoint, was Office365, wo sind Apps wie TEAMS oder OneNote angegliedert. Diese Struktur zu verstehen half mir sehr und war dann genug Instruktion während einer Mittagspause.

Einen meiner Meinung nach gewichtigen Nachteil hat TEAMS allerding schon: Die Benutzeroberfläche sieht auf dem Handy oder dem Tablet ganz anders aus als auf dem Notebook oder dem normalen PC. Vereinfacht den Einstieg nicht gerade…

Übrigens gibt es ein tolles neues Buch: Durchstarten mit WhatsApp, YouTube & Co von Marco Stauffacher, erschienen im hep-Verlag, zu finden in der Mediothek in Horgen. Darin finden sich viele fertig vorbereitete Arbeitsaufträge zu Themen aus den Fachbereichen ABU oder Gesellschaft; digitales Lernen pfannenfertig aufbereitet. Und da meine Elektroinstallateure bei der letzten Befragung “mehr Spiele und mehr Filme” reklamierten, werde ich demnächst einiges daraus ausprobieren.

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